Webworker Logo

„Nervige“ Pop-ups – Wiedergeburt oder Neuanfang?

Warum die klassischen Pop-ups kurz vorm Aussterben waren und jetzt mit ganz neuen Strategien erfolgreich zum Wiedereinsatz kommen.

Jedem der zumindest ab und an im Internet surft, sind die vielen POP-ups ein Begriff. Wer sich aber zurück erinnert, wird feststellen, dass in den letzten Jahren die Zahl der klassischen POP-ups deutlich gesunken ist. Während früher noch auf jeder zweiten Seite die kleinen nervigen Werbefenster „aufpoppten“, beispielsweise beim Lesen eines interessanten Artikels oder beim Bestellen des neuesten Modell des Lieblingssportschuhs, findet man heute nur noch selten POP-ups  und diese Form der Werbung. Auch die zweite Form der klassischen POP-ups, die Pop-unders, die sich zunächst im Hintergrund öffnen und erst nach dem schließen aller Tabs für die Nutzer sichtbar werden, erzielen nicht mehr den gewünschten Werbezweck und sind immer seltener vorzufinden.

Doch wie für jedes Problem haben Publisher auch hierfür eine neue Lösungsstrategie entwickelt. Entgegen der nervigen Banner, die viele Nutzer in Rage gebracht haben, wurde überlegt, inwiefern es möglich ist die nervigen Pop-ups und Pop-unders für den User möglichst sinnvoll zu gestalten und zu platzieren. Fünf Regeln die beim Aufbau der neuen Pop-up Idee helfen sollen:

  1. Die Meldungen dürfen nicht wie Werbung aussehen!
  2. Inhalte müssen relevant sein und einen gewissen Nutzwert liefern!
  3. Aktualität ist das A und O!
  4. Das Design des Pop-ups muss sich dem Layout und Design der Webseite fügen!
  5. Pop-ups kundenspezifisch auswählen (Neukunden oder bei Exit-Intent)!

Anleitung: Wie genau können die neuen Pop-ups nun an welcher Stelle auf welche Art und Weise positioniert werden?

Mitteilungen am Rand des Browsers

Kleine Anmerkungen, die über Einblendung am Browserrand erscheinen, sollen vor allem durch Bewegung die Aufmerksamkeit des Webseite-Besuchers auf sich ziehen.
Warum sind sie besser als die Vorgängervariante? Sie verdecken keine Inhalte der Seite und halten sich dezent im „Hintergrund“.

Sticky Pop-ups

Die Bezeichnung dieser Strategie spricht schon für sich. „Klebende“ Elemente, also Pop-ups, werden auf der Webseite verankert. Die Aufmerksamkeit des Nutzers wird dadurch generiert, dass diese Pop-ups die einzigen Elemente auf der Seite sind, die sich beim nach oben und unten scrollen nicht bewegen und fest „kleben“. Eine Webseite, die sich diese Strategie bereits zu nutzen gemacht hat, ist beispielsweise Xing.

Verweise auf weitere Artikel

Wer besonders gerne liest, wird vermutlich schon auf diese neue Darstellung der Pop-ups gestoßen sein. Gegen Ende eines Artikels erscheint ein Banner, der den Besucher der Webseite bis zum Ende der Seite begleitet und ihm den Vorschlag für einen weiteren Artikel bietet. Vorteil hier ist wieder die platzsparende Aufmachung und die Bewegung der Pop-ups.

Neuer Weg bei der Newsletter-Anmeldung

Pop-ups die eine Newsletter Anmeldung anpreisen kennen wir schon. Neu an dieser Pop-up Version ist, dass der Hinweis auf eine Newsletter-Anmeldung erst am Ende der Seite erfolgt. Der Besucher der Seite wird so, ohne dass er die ganze Zeit von aufpoppenden Nachrichten genervt wird, erst zum Schluss des Artikels oder der Webseite eingefangen und auf weitere gleichermaßen vielversprechende Inhalte aufmerksam gemacht.

Pop-up bei Inaktivität

Diese Art von Pop-up erscheint, wie bereits der Name erklärt, wenn Nutzer länger auf einer Seite inaktiv sind. Die Besucher der Seite bekommen über diesen Weg mitgeteilt, dass beispielsweise neue Inhalte auf der Webseite aktualisiert wurden. Ein Exempel hierfür ist das Handelsblatt. Mit dem Inaktivitäts Pop-up schafft es die Online-Zeitung ohne großen Aufwand die Leser auf der Seite zu behalten.

Login-Forcierung

Pop-Ups können auch bei der Kundengewinnung und der Registrierung einen essentiellen Beitrag leisten. Vor allem im E-Commmerce sind Nutzerdaten sehr viel wert.  Für gewöhnlich wirken die Anmeldeaufforderungen sehr abschreckend und ebenso wie die Pop-ups häufig nervig. Über das Pop-up zur Login-Forcierung werden den Nutzern bessere Suchergebnisse und schmackhafte Rabatte prognostiziert. Über diese Vergünstigungen wird gezielt versucht, die Login-Zahlen zu steigern. Den Kunden werden über diese Variante schnell und einfach Vorteile aufgezeigt, die sie bei einer Anmeldung für sich nutzen können und der Mehrwert einer Anmeldung steht im Vordergrund.

Besucher für Mitgliedschaft erwärmen

Xing macht es vor: Bei der Anmeldung tauch am unteren Ende des Browsers ein Pop-up auf, das dem Nutzer große Rabatte bei der Anmeldung zu einer Premium-Mitgliedschaft vorschlägt. Auch bei dieser Pop-Up Variante wird der Mehrwert für den Betrachter ins Zentrum gestellt und wird vom Nutzer nicht sofort als „nervige“ Werbung angenommen.

Nützliche Tipps als Hilfestellung

Pop-ups zur Hilfestellung beim browsen auf der Webseite. Diese Strategie nutzt ein bekannter Brillen-Shop, der ganz nebenbei Tipps einfließen lässt und die Einkäufer somit bei ihrer Auswahl unterstützt. Diese Art der Pop-ups bringt definitiv einen großen Nutzen für seine Konsumenten mit sich und führt mit Sicherheit zu einer Verbesserung der Nutzererfahrungen.

Fazit

So nervig Pop-ups früher einmal waren und so sehr wir auch heute noch viel Negatives mit diesem Wort in Verbindung bringen, sind sie, wenn man sie an den richtigen Stellen gezielt auf den Konsumenten richtet und möglichst fern ab von klassischer Werbung demonstriert, ein sehr nützliches und hilfreiches Werbemittel. Sogar die Deutsche Bank, hat die neuen Pop-up Strategien schon mit aufgenommen und verweist über die Werbebanner auf eigene Produkte, was die Neuorientierung und eine gewisse Seriosität die nun mit den Pop-ups mit den Pop-Ups in Verbindung gebracht werden soll, widerspiegelt.

So don’t be shy let´s have a try!

Pfeil nach oben