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Smartwatches – Eine Chance für Unternehmen?

Smartwatches sind seit wenigen Jahren in aller Munde und neuerdings an vielen Handgelenken. Die intelligenten Uhren sind optisch tragbar geworden und die technische Funktionalität entwickelt sich laufend weiter. Das wachsende Interesse an Smartwatches seitens der Bevölkerung und damit seitens (potentieller) Kunden, sollte auch Unternehmer aufhorchen lassen. Entweder müssen bestimmte Konzepte, die bisher in anderen Medien funktionieren lediglich überdacht und verändert werden, oder es eröffnen sich mit einem neuen Medium, vielleicht sogar einer neuen Form der Kommunikation gänzlich unbekannte Wege.

Immer im Blickkontakt

Smartwatches sparen Zeit und sind immer in Reichweite, da Sie dank des direkten Blickkontaktes am Arm nicht erst herausgekramt werden müssen. Zudem ist der Blick auf die „Uhr“ oft unauffälliger als auf das Smartphone, um zu kontrollieren, wer denn gerade geschrieben hat. Kurzum – Smartwatches sind praktisch und noch gegenwärtiger als Smartphones.
Diese „Gegenwärtigkeit“ der Smartwatches kann auch für Unternehmen interessant werden, nämlich dann, wenn es um  Location-based Services, also um Standort-bezogene Dienste geht. Stell Dir vor, Du läufst durch die Stadt und plötzlich vibriert es kurz und sanft an Deiner Hand. Beim Blick auf Deine Smartwatch wird Dir mitgeteilt, dass Du Dich in direkter Umgebung eines Drogeriemarktes befindest, bei dem Du noch einige Artikel einkaufen wolltest. Auf Wunsch kannst Du die Liste direkt einsehen, die Du zuvor mit einer Erinnerungsfunktion für Deine intelligente Uhr eingestellt hast.

Nach der Drogerie gehst Du zum Einkaufen in den Supermarkt. Zuvor hast Du Dir zu Hause online ein neues Rezept herausgesucht und eine digitale Einkaufsliste erstellt. Du betrittst das Geschäft, befindest Dich in der Gemüseabteilung und Deine Smartwatch listet Dir alle Produkte auf, die Du von Deiner Einkaufsliste in dieser Abteilung findest. Zusätzlich könntest Du Dich auf Wunsch mit Sonderangeboten oder Empfehlungen versorgen lassen. Solltest Du weitere Informationen zu einen Produkt wünschen, kannst Du diese über Deine Smartwatch suchen, indem Du mit der Uhr den Barcode am Produkt abscannst.

Neue Möglichkeiten im Einkaufsprozess

Dir als Unternehmer wird vermutlich schon aufgefallen sein, dass die Einbindung des Mediums mit einer Smartwatch nochmals höher ist, als mit einem Smartphone, das beim Einkaufen nicht dauerhaft in der Hand gehalten wird. Hier können sich für die Kommunikation am POS ganz neue Wege eröffnen, indem der gesamte Einkaufsprozess begleitet wird.
Auch die Messbarkeit des Kundenverhaltens wird dadurch erleichtert und somit können individuellere Angebote entstehen.

Innovation im Gesundheitswesen

Doch nicht nur der Prozess des Einkaufens wird sich wandeln: Bislang ist der Markt um die „Wearables“, also Smartwatches und Fitness-Tracker gespalten. Zukünftig wird sich der Trend jedoch vermutlich eher in Richtung Smartwatch entwickeln, da diese im Endeffekt ein Fitness-Tracker mit Sonderfunktionen und aktuell leider noch kurzer Akkulaufzeit ist. Der aktuelle Gesundheitstrend begünstigt die Verbreitung von Smartwatches im Gesundheitsbereich. Zur Schlafüberwachung, zum Schritte zählen oder zur Pulsmessung sind die Geräte heute schon geeignet. Für die Zukunft ist jedoch auch denkbar, dass bei einer Abweichung der normalen Vitalwerte oder einem Sturz automatisch eine Benachrichtigung an Angehörige verschickt, oder Hilfe angefordert wird. Somit ist die Smartwatch nicht mehr nur für junge, aktive Menschen interessant, sondern wird auch für ältere Menschen zum sinnvollen Tool.

Blick in die Zukunft

Vermutlich werden die Smartwatches auch insgesamt unabhängiger. Aktuell kannst Du sie hauptsächlich in direkter Verbindung zu einem Smartphone verwendet werden. Denkbar wäre jedoch Smartwatches autark mit eigener Sim-Karte zu nutzen. Vorausgesetzt wird dabei wieder eine länger Akkulaufzeit. Die intelligente Uhr könnte sogar in den Fokus aller genutzten Endgeräte eines Verbrauchers rücken und diese miteinander verbinden und individualisieren. Aus diesem Grund ist es insbesondere für Unternehmen, die mobile Lösungen anbieten sinnvoll, sich auch über die Nutzung ihrer Devices auf Smartwatches Gedanken zu machen.
Spätestens wenn Techniken entwickelt werden, die das Display der Smartwatch virtuell erweitern und dadurch eine einfache Bedienung der intelligenten Uhr ermöglichen, wird die Smartwatch das Smartphone ablösen, da sie schlicht praktischer und näher am Menschen ist. Unternehmen werden hier die Chance haben, sich ebenfalls in erhöhtem Maß am Menschen zu orientieren und Lösungen anzubieten, die individualisiert und lebensnah sind.

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